Giuseppe Verdi

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi war ein italienischer Komponist. Er wurde im Oktober 1813 in Le Roncole geboren und starb im Januar 1901 in Mailand. Zu dieser Zeit war er besonders durch seine zahlreichen Opern sehr bekannt. Er stammt aus einfachen Familienverhältnissen. Schon als Kind bemerkten die Eltern seine Liebe zur Musik und ließen ihn bei einem Organisten Unterricht in Musik nehmen. 1823 begann Verdi seine Schulausbildung am Gymnasium in Busseto. Zu dieser Zeit half Verdi auch dem Dorforganisten in der Kirche aus. Aufgrund seines musikalischen Talents wurde er 1832 zum Musikschüler von Vincenzo Lavigna, einem Schüler von Paisiello.

In den Jahren 1834 und 1836 wurde Verdi Organist und Musikdirektor in Busseto. Ebenfalls zu dieser Zeit heiratet Verdi die schöne Margherita, Tochter von Barezzis. Zu dieser Zeit begann Verdi auch Kontrapunkt, Grundlagen der Operngestaltung, Politik und Literatur zu studieren. 1838 ging Verdi nach Mailand, wo ein Jahr später seine Oper Oberto, Conte di San Bonifacio an der Mailänder Scala aufgeführt wurde. Einige Jahre später, nachdem der Erfolg weiterer Opern ausblieb und seine geliebte Frau starb, beschloss Verdi das Komponieren an den Nagel zu hängen. Jedoch gelang es dem Direktor der Mailänder Scola Verdi zu einer weiteren Oper zu bewegen. So entstand im Jahre 1842 die Oper Nabucco, die Verdi zu neuem Ruhm verhalf. In diesem Jahr lernte er auch Giuseppina Strepponi (Taufnamen: Clelia Maria Josepha) kennen, die seine zweite Ehefrau wurde. In den nächsten sechs Jahren komponierte Verdi weitere Opern. Hier waren vor allem die beiden Opern „Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug“ und „Ernani“ von großem Erfolg gekrönt. Auch die von Verdi ebenfalls komponierten Opern Macbeth, Luisa Miller, Die Schlacht von Legnano, Stiffelio, Rigoletto, Der Troubadour, La Traviata; Die beiden Foscari, Der Korsar, Alzira und Giovanna d’Arco wurden berühmt. Nachdem Verdi 1847 mit Giuseppina Strepponi zusammengezogen war, beschlossen sie im Jahr 1859 zu heiraten. 1861 ließ sich Verdi von Graf Cavour zur Kandidatur für die Abgeordnetenkammer überreden, zog jedoch kurze Zeit später diese wieder zurück. Mittlerweile galt Verdi als einer der berühmtesten Komponisten seiner Zeit und schrieb auch Opern für das Pariser Opernhaus. Für die Pariser Oper komponierte Verdi die Werke Simon Boccanegra, Aroldo, Ein Maskenball, Die Macht des Schicksals und Don Carlos. Im Jahre 1869 beschloss er, sich erst einmal aus dem Komponieren auf sein Landgut Sant’Agata zurückzuziehen, jedoch nicht ohne das eine oder andere Werk zu überarbeiten. Mit Verdis Oper Rigoletto wurde 1869 das Kairoer Opernhaus eingeweiht und wenige Tage später der Suezkanal eröffnet. Im Juni 1870 komponierte Verdi dann die berühmte Oper Aida, welche 1871 uraufgeführt wurde. 1873 komponierte Verdi schließlich sein bedeutendstes Werk die Messa da Requiem. Danach beschloss Verdi mit dem Komponieren endgültig aufzuhören und widmete seine Zeit dem Landgut Sant’Agata. 1872 wurde Verdi zum Senator des Königreichs Italien ernannt. Sein Verleger Giulio Ricordi brachte Verdi mit weit über siebzig Jahren noch einmal dazu, einige Opern zu schreiben. Hier zählen die Opern Othello und Falstaff. Danach komponierte er noch die zwei geistlichen Chorwerke, Te Deum und Stabat mater. Im Jahr 1897 verstarb Verdis zweite Frau nach einer langen Krankheit. Im Januar 1901 erlitt Verdi durch eine Blutung eine Lähmung seiner rechten Hälfte des Körpers und starb wenige Tage darauf.

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