Oper Aida dritter und vierter Akt

Dritter Akt

Die Handlung spielt bei Nacht am Nilufer. Im Hintergrund erkennt man den Isistempel. König Ramphis führt seine Tochter Amneris zum Tempel, in welchem diese in der Nacht vor ihrer Hochzeit zur Göttin Isis beten möchte. Aber auch Aida ist hier um heimlich auf Radames zu warten. Doch zuvor erscheint ihr geliebter Vater. Er will seine Tochter dazu bringen, Radames das Geheimnis zu entlocken, welchen Weg das ägyptische Heer nimmt, um nach Äthiopien zu kommen. Doch obwohl ihr der Vater mit ergreifenden Worten die Erinnerung an die Heimat zurückbringt widersetzt sich Aida ihrem Vater. Inzwischen ist auch Radames erschienen und Amonasro muss sich verbergen. Aida bittet ihren Geliebten, mit ihr aus Ägypten zu fliehen. Vielleicht kenne er einen geheimen Weg, der nicht vom ägyptischen Heer kontrolliert würde. Da nennt ihr Radames, der nicht ahnt, dass er von Aidas Vater belauscht wird, nach einigem Zögern die Napataschlucht. Vom Triumph gezeichnet tritt nun König Amonasro aus seinem Versteck hervor und gibt sich als König von Äthiopien zu erkennen. Radames erkennt mit Schrecken, dass er ungewollt sein Heimatland verraten und sich dadurch der Ehre des Pharao entzogen hat. Als sie nun fliehen wollen, tritt Amneris aus dem Tempel hervor und ruft “Verräter!” (“Traditor”).König Amonasro stürzt sich auf sie, um sie zu töten, aber Radames greift dazwischen und verhindert die Tat. Er lehnt es aber ab, mit Aida und ihrem Vater zu fliehen. Dann reicht er dem herbeieilenden Ramphis sein Schwert und lässt sich ohne Widerstand gefangen nehmen. Zwischenzeitlich ist es König Amonasro erfolgreich gelungen mit seiner Tochter Aida zu fliehen.

Vierter Akt

1. Szene:
Man befindet sich vor den Türen des Gerichts im königlichen Palast. Die Szene spielt im Saal des Pharaonenpalastes. Hier geht ein Gang in den Gerichtssaal, ein anderer in das Gefängnis, in dem Feldherr Radames gefangen gehalten wird. Amneris ist vor Wut, Schmerz und Liebe zum Feldherrn hin- und hergerissen. Sie beschließt Radames zu retten und lässt ihn vorführen. Sie beschwört ihn jedoch vergeblich, sich vor dem Gericht der Priester zu verteidigen, um am Leben zu bleiben. Radames aber sieht keinen Ausweg mehr in seinem Leben ohne Aida, da er glaubt, dass sie von Amneris getötet wurde. Daraufhin berichtet Amneris, dass König Amonasro gefallen sei, Aida jedoch die Flucht gelungen wäre und sie am Leben sei. Sie verspricht Radames das Leben, den Thron und ihre Liebe, wenn er auf Aida verzichte. Radames jedoch ist zum Tode entschlossen und kehrt in sein unterirdisches Gefängnis zurück. Unsichtbar hört man die Anklage der Priester und vernimmt das dreimalige Schweigen Radames. Er wird dazu verurteilt, in den Räumen unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden.

2. Szene:
Die Szene spielt in einem Tempel mit einer Krypta. Während Radames in einem unterirdischen Gewölbe eingemauert wurde, hofft er, dass Aida inzwischen in ihrem Heimatland in Sicherheit ist. Nachdem der letzte Stein seinen Platz gefunden hat, vernimmt Radames einen Seufzer, sieht einen Schatten und erkennt Aida. Aida ist bei Tagesanbruch in die Krypta geschlichen, um mit ihm (zum Schluss in seinen Armen) zu sterben. Gemeinsam nehmen die beiden Geliebten gelassen und verklärt Abschied von diesem “Tal der Tränen”, während oben im Tempel die Priesterinnen singen und Amneris trauernd zu Isis betet, Radames Seele möge in Frieden Ruhe finden.

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